Visitenkarten Maße: Die optimale Größe von Visitenkarten

Dir ist bestimmt schon aufgefallen, dass die meisten Visitenkarten einem gewissen Standard folgen. Dahinter steckt einfach der praktische Gedanke, sie überall mitnehmen und verstauen zu können. Zum Beispiel (aber eher nicht der beste Ort) in deiner Geldbörse. Aus diesem Grund hat sich bei Visitenkarten, und vor allem in Europa eine Einheitsgröße etabliert: 85 mal 55 Millimeter. Also in etwa die Größe einer Kredit- oder Bankomatkarte. Etuis sind ebenfalls genau in diesem Format zu haben.

Aber dir geht es ja in erster Linie darum, mit deiner Visitenkarte sowohl aufzufallen als auch im Gedächtnis deines Kontaktes zu bleiben. An dieser Stelle hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst darauf hoffen, dass dein Standardformat nicht in der Masse anderer Kärtchen untergeht, oder du setzt auf Sonderformate und kreierst einen optischen Hingucker, den so schnell niemand vergisst. Wir zeigen dir, worauf du bei der Visitenkartengröße achten musst und welche internationalen Unterschiede es bei den Abmessungen gibt.

Standardgröße oder Sonderformat

Bevor du dich für ein bestimmtes Format entscheidest, solltest du die jeweiligen Vor- und Nachteile beider Optionen sorgfältig abwägen. Vor allem aber sollte das Kärtchen dein Unternehmen repräsentieren und zur jeweiligen Branche passen.

Auffallen mit dem Standardformat

Mit der in Europa weit verbreiteten Größe von 8,5 x 5,5 cm kannst du wenig falsch machen. Deine Kärtchen passen mit diesen Abmessungen in jede Geldbörse und Visitenkartenbox. Somit stellt das eine bequeme Art des Kontaktaustauschs dar und eignet sich für den alltäglichen Gebrauch am besten. Natürlich bieten sich dir beim Visitenkartendruck noch weitere Optionen, sodass du auch mit dieser Variante mehr Aufmerksamkeit auf dich lenkst.

Ohne großartig von der Norm abzuweichen, kannst du deine Visitenkarten zum Beispiel mit abgerundeten Ecken versehen. Viele Druckereien bieten diese Option kostengünstig als Zusatzdienstleistung an. So verhinderst du in erster Linie, dass die ansonsten scharfkantigen Kärtchen an Geldbörse, Etui oder der Mantelinnentasche hängenbleiben und sorgst gleichzeitig für einen angenehmen haptischen Eindruck.

Individuelle Größe von Visitenkarten

Etwas mehr Aufmerksamkeit erregst du mit einem Format, das von der gängigen Norm abweicht. Du musst hier jedoch bedenken, dass das auch zu Komplikationen führen kann. So hast du beim Design wesentlich häufiger mit Platzproblemen zu kämpfen, wenn dein Kärtchen kleiner als der empfohlene Standard ausfällt. Wenn du mehr zu sagen hast, verwende einfach eine Klapp-Visitenkarte. Diese sind ebenfalls in verschiedenen Größen erhältlich und besitzen neben Front- und Rückseite eine große Innenfläche für viel Information auf kleinstem Raum.

Wirbst du in deiner Branche jedoch zum Beispiel selbst mit Individualität, kann deine Wahl durchaus auf ein exotisches Format fallen. Viele Druckereien bieten quadratische Visitenkarten oder sogenannte Minicards im Format 77 x 28 mm an.

Dick, dicker, Multiloft-Karton

Eine weitere Möglichkeit, neugierige Blicke auf dein Unternehmen zu lenken, liegt in der Wahl des Kartons. Während Grammaturen (Papierstärke) von 150 bis 300 g/m² noch keine Besonderheit darstellen, fällst du mit sogenannten Multiloft-Kartons bestimmt auf. Dabei handelt es sich um einen zusammengesetzten Aufbau mehrerer Papierschichten, welche sauber zu einem Karton zusammengeklebt werden. Bestehend aus einem Cover (außen) und dem sogenannten Insert (innen), kannst du bei diversen Druckereien zum Beispiel einen oder sogar mehrere Farbkern(e) in deine Karte integrieren. Das Ergebnis ist ein extradicker, nahezu nicht knickbarer, mehrlagiger Karton.

Freiform-Visitenkartenformate als Eyecatcher

Sind dir abgerundete Ecken noch nicht genug und erfüllt keine Standardgröße deinen Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit, bieten sich hierfür Karten in Freiform an. Bei größeren Online-Druckereien hast du meist die Möglichkeit, aus einer Vielzahl verschiedener Stanzvorlagen eine Form zu wählen. Du bist Konditor? Wähle als Kartenform doch einfach das Tortenstück.

Die Freiform hat jedoch auch einige Nachteile. Du kannst nicht jede beliebige Form in Auftrag geben, sondern bist auf das Angebot der Druckerei angewiesen. Möchtest du die Form selbst definieren, wird das in der Regel teuer, da hierfür eigene Stanzformen erstellt werden müssen. Unmöglich ist dies jedoch trotzdem nicht.

Internationale Visitenkartengrößen

Während in Mitteleuropa vorwiegend 85 x 55 mm zwar keine DIN-Norm darstellen, aber als Maß der Dinge gelten, weichen die Standardformate in anderen Ländern und Regionen dieser Welt etwas davon ab:

85 x 55 mm Österreich, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande, Spanien, Schweiz, Türkei
88,9 x 50,8 mm
(entspricht 3,5 x 2 Zoll)
USA, Kanada
90 x 50 mm Argentinien, Finnland, Polen, Rumänien, Russland, Ungarn
90 x 54 mm Hong Kong
90 x 55 mm Australien, Dänemark, Norwegen, Schweden
91 x 55 mm Japan

Visitenkarten in Photoshop oder Illustrator gestalten

Bevor du mit der Gestaltung deiner Visitenkarte beginnst, lies dir die Druckvorgaben deiner Druckerei durch. Je nach Dienstleister sind hier unterschiedliche Einstellungen notwendig. Am wichtigsten ist der Anschnitt (Beschnitt). Die meisten Visitenkarten werden etwas größer gedruckt und danach auf das Wunschformat zugeschnitten. Plane hier, je nach Angabe Seitens der Druckerei, rund 2-5 Millimeter an allen Seiten ein, über die das Hintergrundbild oder die Hintergrundfarbe deines Designs hinausragen. Bleibe mit der eigentlichen Information aber unbedingt innerhalb dieser Maße. Gedruckt wird meist mit einer Auflösung von 300 dpi, sodass sich für die verschiedenen Formate folgende Pixelmaße in Photoshop ergeben:

Abmessungen (Papier) Abmessungen

(Pixel)

Abmessungen mit 3mm Anschnitt auf allen Seiten (Pixel)
85 x 55 mm 2550 x 1650 2730 x 1830
88,9 x 50,8 mm 2667 x 1524 2847 x 1704
90 x 50 mm 2700 x 1500 2880 x 1680
90 x 54 mm 2700 x 1620 2880 x 1800
90 x 55 mm 2700 x 1650 2880 x 1830
91 x 55 mm 2730 x 1650 2910 x 1830

 

In Illustrator wird das korrekte Maß nach Angabe der Größe automatisch übernommen. Hier hast du außerdem den Vorteil, dass Grafiken und Text vektorbasiert abgespeichert werden und auf jeder Auflösung druckbar bleiben.

Manche Druckereien bieten dir auch Druckvorlagen zum Herunterladen an. Hier hast du gleich das passende Visitenkartenformat im korrekten Seitenverhältnis. Du musst lediglich noch Bildmaterial und Text nach Wunsch einfügen.

In der Regel kannst du abschließend die Datei als PDF oder, manchmal auch als Photoshop- oder Illustrator-Datei speichern und der Druckerei übersenden, sodass dein neues Aushängeschild in den Druck geht.